Historie

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Türme der Görlitzer Peterskirche mehrmals gewandelt und so auch die Glocken in ihnen. Diese Chronik fasst die Geschichte der Glocken von St. Peter und Paul zusammen.

1429

Guss der alten Salveglocke

Gießer, Zier und Inschriften sind unbekannt. Sie zersprang und wurde 1516 für den Guss der Glocke Maria eingeschmolzen

12. Juli 1472

Guss von drei Glocken durch Matthias Haubitz aus Brünn auf der Viehweide (Görlitzer Stadtpark): Schlussglöckchen, neue Salveglocke und Susanna

24. September 1516

Guss der Großen Glocke Maria im Waisenhauszwinger (Am Museum / Demianiplatz) durch die Brüder Martin und Andreas Hilliger aus Freiberg

1521

Guss der alten Vesperglocke durch Andreas Hilliger in Breslau

5. September 1597

Die Susanna zerspringt bei einem Grabläuten

24. Juli 1598

Umguss der, zuvor bereits ebenfalls gesprungenen, neuen Salveglocke und der Susanna

durch Urban Schober und Martin Weigel im Waisenhauszwinger

19. März 1691

Ein großer Stadtbrand zerstört die Peterskirche und alle fünf mittelalterlichen Glocken

31. August 1691

Guss der Primariatglocke, der Schützenglocke und eines neuen Schlussglöckchens durch Abraham Sievert aus Görlitz

2. August 1695

Die beschädigte Maria wird von den Türmen abgenommen und im Vogtshof zerschlagen

3. August 1696

Guss der Großen Glocke durch Joachim Hannibal Brors

Das Metall der Maria wird dafür mitverwendet

24. Januar 1697

Guss der Betglocke durch Joachim Hannibal Brors

Das Metall der Susanna wird für ihren Guss wiederverwendet

1716

Die Primariatglocke zerspringt und wird durch Michael Weinhold aus Dresden, zusammen mit der ebenfalls bereits schadhaften Schützenglocke, umgegossen

1716

Guss der Tuchmacherglocke durch Michael Weinhold

1737

Umguss der Primariatglocke sowie der Tuchmacherglocke

durch Benjamin Körner aus Görlitz

1851

Umguss der Schützenglocke  durch Hadank & Sohn in Hoyerswerda

9. Februar 1859

Der Klöppel der Großen Glocke löst sich, durchschlägt die Gewölbe unter ihr und zerbricht im Inneren der Kirche

1917

Die Große Glocke und die Primariatglocke werden für Rüstungszwecke im

Ersten Weltkrieg beschlagnahmt

Das Schlussglöckchen wird freiwillig abgegeben

19. Juli 1917

Nachdem man die Große Glocke in ihrer Glockenstube zerschlug, werden ihre Einzelteile abgeliefert

1943

Die Schützenglocke und die Tuchmacherglocke werden für Rüstungszwecke im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt

1948

Die Tuchmacherglocke kehrt nach Görlitz zurück

1956

Guss der Petrusglocke und der Paulusglocke durch

Schilling und Lattermann in Morgenröthe-Rautenkranz

1957

Einbau der neuen Glockenanlage und Umbau des Glockenstuhls sowie des Jochs der Betglocke

9. April 1993

Stilllegung der Betglocke aufgrund von Schäden am Joch und statischen Problemen des Glockenstuhls

2012

Stilllegung der Petrusglocke aufgrund von Schäden am Joch

28. Mai 2023

Wiederinbetriebnahme der Betglocke nach Sanierung