Der Görlitzer Kaufmann Elias Göldner stiftete kurz nach dem Brand vom 19. März 1691 das Schlussglöckchen. Es war die kleinste von drei Glocken, welche noch im selben Jahr, am 31. August, vom Görlitzer Glockengießer Abraham Sievert gegossen wurden.
Nachdem weitere Glocken hinzugekommen waren, beziehungsweise umgegossen wurden, passte es klanglich nicht mehr in das Geläut. Es wurde daher nicht mit den anderen Glocken zusammen geläutet, was wiederum dazu führte, dass es bald nur selten bis gar nicht erklang.
Während des Ersten Weltkrieges entschied man schließlich, es zusammen mit den beschlagnahmten Glocken aus den Türmen zu holen. So wurde das Schlussglöckchen 1917 mit abgegeben und für die Rüstung eingeschmolzen.
Holzjoche der eingeschmolzenen Glocken im Südturm
